Netzfilter Nikola
In Zeiten der Energiewende bekommt eine Gattung Hifi-Geräte mehr und mehr Bedeutung: Netzfilter! Vor fünfzig Jahren hätten sich diese nicht verkauft. Damals wurde unser Strom von Generatoren erzeugt. 3000/min, perfekte Sinuswelle 50 Hz, ohne Oberwellen. LED Leuchten, Schaltnetzteile und Solarstrom gab es noch nicht.
Die Belastung durch Oberwellen ist mittlerweile so gravierend, dass Netzbetreiber Probleme haben, die erlaubte Verzerrung des Stromes nicht zu überschreiten.
Im Nikola sorgt ein zentraler 1:1 Symmetrier-Transformator für effektive Filterung dieser Störungen. Der Stromfilter ist absichtlich so simpel wie möglich gehalten. Kein Bling Bling. Nur das allernötigste, das aber so gut als irgend möglich. Keine Einschaltautomatik, sondern ein zweistufiger mechanischer Schalter. Keine LED zur Betriebsanzeige, sondern Glimmlampen. Keine günstigen Eingangsbuchse und Ausgangssteckdosen, sondern hochwertige von Furutech. Und auf keinen Fall völlig unsinnige Digitalanzeigen zu Stromfluss und Spannungswert.
- Eingang: 230V / 50Hz; IEC C14 mit Sicherungshalter 5 x 20mm
- Nennleistung: 2.000VA
- Leerlauf: 6VA
- Maximaler Strom: 10A
- Wirkungsgrad: > 96%
- Ausgang: 230V / 50Hz; 6 x Schuko
- Furutech Ein- und Ausgangsbuchsen
- Hochwertiges Gehäuse aus Acryl und Pertinax
- Maße: B300 x H200 x T400
- Gewicht: 25kg
- Sonderwünsche ausdrücklich möglich
6 Schuko Steckdosen
statt Doepke DFS 2
Technik
Im Gegensatz zu fast allen anderen Anbietern nehme ich einen Schnittbandkern als Herzstück für den Symmetrierer. Ich bin überzeugt davon, dass sich ein Ringkern-Transformator nicht optimal für diese Aufgabe eignet.
Die Symmetrie
Einer der größten Vorteile dieses Netzfilters ist es, dass er die Spannung am Ausgang symmetriert. Die asymmetrische Spannung aus der Wandsteckdose (0V - 230V) wird transformiert nach: 115V - 0V - 115V. Alle Gleichtaktstörungen, die aus der Wandsteckdose kommen, werden dadurch am Ausgang des Nikola ausgelöscht. Diese Auslöschung ist umso besser, je "symmetrischer" der Trafo aufgebaut ist. Auf den Bildern kann man das gut erkennen: Zwei Spulen mit je der halben Primär- und der halben Sekundärwicklung. Die Spulen werden so identisch (symmetrisch!) als irgend möglich gewickelt. Mit einem Ringkerntrafo ist das nicht möglich, denn es gibt keine zwei getrennten Spulenkörper.
Der Luftspalt
Um hochfrequente Gegentaktstörungen möglichst nicht auf die Sekundärseite zu übertragen, muss die Streuinduktivität erhöht und die Streukapazität verringert werden. Dies geschieht durch zwei Luftspalte. Der eine ist im Eisen selbst, es heißt ja "Schnitt"bandkern. Der andere ist zwischen der Primär-und der Sekundärspule. Hier wird durch Abstandshalter ein großer Spalt zwischen den Wicklungen geschaffen. Mit einem Ringkerntrafo ist das nicht möglich. Den ersten Luftspalt gibt es da prinzipbedingt nicht, beim zweiten fällt mir kein Weg ein, diesen sinnvoll bei einem Ringkern zu realisieren.
Die Schirmwicklung
Zwischen den Primär- und Sekundärwicklungen befindet sich je eine Schirmwicklung. Diese vermindern zusätzlich die Übertragung von Hochfrequenz auf die Sekundärseite. Die beiden Schirme sind so gewickelt, dass sich die induzierte Spannung gegenseitig aufhebt.
... to be continued ...